Mit der Natur seit 1628.

 

Der fruchtbare Boden ist die Grundlage für die ökologische Landwirtschaft.

"Das Verschwinden der Störche auf unserem Hof in der Hamburger Elbmarsch war nur eines von den Warnzeichen. Wie da direkt vor meinen Augen der Niedergang der Vielfalt stattfand, das schmerzte mich schon sehr." 
So beschreibt Georg Eggers was Ihn bewog 1991 auf ökologischen Landbau umzustellen.

Georg Eggers hatte erkannt, dass die intensive Bewirtschaftung der Flächen mit synthetischen Düngern und Pestiziden auf Dauer einen Raubbau an der Natur darstellt. Seit der Umstellung hat die Artenvielfalt wieder stark zugenommen und viele Tiere und Pflanzen sind zurückgekehrt. Bis in das 17 Jahrhundert gehen, die Aufzeichnungen unserer Vorfahren zum Ackerbau in der Ohe zurück. Der Ugroßvater von Georg Eggers hatte im 19.Jahrhundert noch eine Feld-Gras Wirtschaft betrieben und war damit noch den damals weithin üblichen bäuerlichen Prinzipien gefolgt. Ganze Dörfer funktionierten seinerzeit als nahezu geschlossene Stoff und Energiekreisläufe. Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat dieses System  aus dem Gleichgewicht gebracht.
Dies geht zu Lasten von Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und Klima. Mit der heutigen ökologischen Bewirtschaftung versuchen wir nachhaltig so viel wie nur möglich von der alten Geschlossenheit  wiederherzustellen.

Grundlage für eine erfolgreiche ökologische Landwirtschaft ist eine gute Bodenfruchtbatkeit. Da man nicht wie in der konventionellen Landwirtschaft mit synthetischen Düngern, die im Boden fehlenden Nährstoffe wieder "nachfüllen" kann muss man die Rahmenbedingungen so schaffen, dass der Boden sich aus eigener Kraft wieder erholt und stärkt. Dies macht man über eine Fruchtfolge, also dem wechselnden Anbau sich gegenseitig ergänzender Kulturen. Nach verschiedenen Getreidearten kommt immer wieder eine Grünbrache in Form von mehrjährigem Kleegras. Das Klegras hat die Fähigkeit Stickstoff, Grundlage für das Pflanzenwachstum, aus der Luft zu binden und im Boden zu sammeln.


Zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit gehört auch gezielte Humusanreicherung mittels Bodenlockerung, Gründünger und organischem Material wie Mist und Kompost aus dem eigenen Betrieb, förderliche Pflanzennachbarschaften, richtige Saatzeitpunkte und geeignete Standort und Sortenwahl stärken die Bodenfruchtbarkeit. Die organische Verbindung von Ackerbau und Tierhaltung in einem harmonischen Verhältnis zueinander, kommt der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit im Sinne der Kreislaufwirtschaft sehr entgegen. Ein Teil der auf den Feldern angebauten Pflanzen werden an die Tiere verfüttert und werden dem Boden dann als Dung wieder zugeführt. So ermöglicht man dem Boden sich in natürlichen Kreisläufen und Rhythmen zu erholen. Die Tiere eines ökologischen Betriebes müssen ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Kontakt zu Artgenossen, genug Bewegungsfreiheit, frische Luft und Tageslicht, sowie die Gabe von Medikamenten nur in Einzelfällen durch den Tierarzt dokumentiert gehören dazu. Die Futtermittel stammen von unseren eigenen Feldern.